Es war spannend: Könnte das doch recht leckere Altbier aus dem ersten Sud wieder so gelingen? Und welche Stellschräubchen lassen sich drehen?

Im Vergleich zu „Mark I“ gab es beim zweiten Sud nach dem Rezept aus dem Buch von Hagen Rudolph keine große Veränderungen:

3,2 kg Münchner Malz
1,0 kg Weizenmalz (dunkel)
61 g Röstmalz
101 g Caramalz hell
55 g Northern Brewer Hopfenpellets (8,5 % Alphasäure)
12 g Brewferm obergäriges Hefe
14 l Hauptguss / 18 l Nachguss

Ein schönes Osterbier

Wie in Sud eins wurde der Nachguss gegenüber dem Rezept um 2 Liter erhöht, da wir mit einer Filterkerze geläutert haben. Eingemaischt bei 40 °C, Verzuckerungsrasten wurden bei 72 °C und 78 °C (jeweils 20 Minuten) gehalten. Also alles wie gehabt. Aber: Die Maltoserast haben wir auf 30 Minuten verkürzt, um zu sehen, welchen Effekt es auf das Bier haben würde.

Wie sich zeigte, war das Altbier wieder süffig, nahezu mild. Irgendwie wenig Alkoholgehalt (gefühlt). Das führte zur Entscheidung, die Maltoserast für Sud Nummer drei wieder auf 35 Minuten zu erweitern. Aber: Die von der Würze abgefüllte Speise (2,5 statt 2 Liter) hat diesmal mehr Dampf auf die Flaschen gebracht.

Bei der gemeinsamen Verkostung am Ostersonntag zeigte die Familie sich aber sehr angetan. Eine schöne Schaumkrone, ein angenehm hopfiger Geruch und ein sanfter Abgang überzeugte vielleicht noch mehr als das tolle Wetter 😎

Zudem war es interessant zu sehen, wie man „alleine“ klar kommt. Die Helfer konnten alle diesmal nicht 😂 Daher war ich auf mich alleine gestellt, um mein zweites Alt zu brauen. Ist eine harte Nummer. Geht zwar irgendwie, aber wenn ihr zwei weitere helfende Hände bekommen könnt: Greift zu.

Welche Erfahrungen habt ihr bei euren ersten Suden gemacht? Oder anders gefragt: Welche Erwartungen habt ihr an heimgebrautes Bier, wenn ihr nicht selber braut?